Gestirne

Himmelskörper. Es reizt mich hier mit klaren Formen sowie einer kräftigen, leuchtenden Farbigkeit zu arbeiten. Mikro- und Makrokosmos werden Eins. Wo sich abstrakt wirkende Farbflächen kristallisierend überlagern, entsteht ein scheinbar betretbarer Raum.
Aktuell verwende ich ausschließlich Papier und Holz als Bildgründe. Fragilität und harter Grund begegnen sich und ermöglichen mir malerische Spielräume, die der klassischen Leinwand fremd sind. Tusche trifft auf Lack, geht darin auf, vermengt sich zu einer neuen Masse. Eine dünne Schicht Ölfarbe lässt transparente Flächen entstehen; Pastellpuder legt sich matt in offenporiges Aquarellpapier. Dann muss ein Stück des Bildes weichen. Es folgen harte Schnitte in das Papier, oder ich schleife Teile der bisherigen Schichtungen wieder ab.
So bleibt das Bild in seinem Entstehungsprozess ein lebendiges Wesen. Seine Machart, sein Wachsen und wieder Vergehen geht somit in Kongruenz zum Thema der Gestirne.