Mirrors and Frames

In diesen großformatigen Arbeiten interessieren mich vor allem Fragen nach Raum und Bildrand.

Durch klare Linien und das Aufeinandertreffen verschiedener Oberflächen entstehen multiperspektive Eindrücke, in denen der weiße Papierraum das Sichtbare zugleich entstehen lässt und schluckt. Collagierte Elemente sperren sich räumlich wie gestalterisch gegen den Grund und springen optisch aus der Bildfläche. Aus einem langen und vielschichtigen Arbeitsprozess heraus fügen sich scheinbare Widersprüche wie Fläche und Raum oder Zufall und Steuerung zu komplementären Ergänzungen, die auf dem Bildträger miteinander in Dialog treten. Freilassungen werden zum aktiven Part innerhalb des Bildes, Kontraste entstehen.

Ich versuche das Format bewusst als Fassung einer Konstruktion mitzudenken, die innerhalb der Fläche entweder in sich ruht oder auch dynamisch den Rahmen sprengt. So tauchen an den Bildrändern farbige Schichtungen, materielle Verdichtungen und klare perspektivische Konstruktionen auf, die sich vom malerischen Geschehen im Zentrum absetzen. Oder der Bildrand weist im umgekehrten Sinn eine Leerstelle auf, und öffnet das Bild so nach außen.